V O G E L S P I N N E N - Theraphosidae

Herkunft des Namens 

 

Ihren deutschen Trivialnamen „Vogelspinne“ verdanken sie wahrscheinlich der berühmten Naturforscherin und Künstlerin Maria Sibylla Merian. Ihre Eindrücke von einer Reise nach Surinam veröffentlichte sie 1705 in dem Werk „Metamorphosis Insectorum Surinamensium“. Auf Seite 18 ist darin eine Illustration zu finden mit einer großen Spinne, die, auf einem Ast sitzend, einen Kolibri verspeist. Dies inspirierte wiederum Cark von Linne 1758 eine Spinne mit dem wissenschaftlichen Namen Aranea avicularia zu beschreiben [heute: Avicularia avicularia (Linnaeus, 1758)].
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Bei Vogelspinnen und Taranteln handelt es sich um zwei verschiedene Familien. Taranteln gehören zu den Lycosidae (Wolfspinnen), während es sich bei Vogelspinnen um Theraphosidae (Webspinnen) handelt.

...........................................................................................................................................

Vogelspinnenartige (Mygalomorphae) sind eine Unterordnung von Spinnentieren aus der Ordnung der Webspinnen. Eine ältere Bezeichnung ist „Orthognatha“. Umgangssprachlich werden sie manchmal „Vogelspinnen“ genannt, was aber zu Verwechslungen mit der systematischen Familie führt. Es gibt 15 Familien mit 2573 Arten. Die Tiere sind groß und leben vorwiegend in warmen Klimaten.


Merkmale

Die Mundwerkzeuge (Cheliceren) sind waagerecht nach vorne gerichtet und die Augen liegen meist nahe beieinander auf einem flachen Hügel auf der Rückenpanzerung (Carapax) der Spinnen. Die Hüften der Pedipalpen (in Fühler umgewandeltes Beinpaar der Spinnen) ähneln außer bei den Atypidae stark den Hüften der Beine. Sie haben meist zwei Paar Fächertracheen, 4 seltener 3 Ostienpaare und zwei Paar Coxaldrüsen.

Vogelspinnenartige haben meist zwei, seltener ein bis drei Spinnwarzen. Das vordere und mittlere Spinnwarzenpaar fehlen immer, es existiert weder ein Cribellum noch ein Calamistrum.

Die Eingänge der Samenspeicher (Receptacula seminis) gehen von der Vagina aus. Es gibt deshalb keine zusätzliche Geschlechtsöffnung durch die der Samen in das Receptacula seminis gelangt (Epygyne) vor der Epigastralfalte der weiblichen Geschlechtsöffnung durch die die Eier gelegt werden. Die zum sekundären Geschlechtsorgan umgewandelten männlichen Pedipalpen sind birnenförmig und stark gepanzert.

 

Spinnengift

Über die Giftigkeit von Vogelspinnen wurde schon viel Falsches berichtet. Tatsache ist, dass das Gift der Vogelspinnen auf Warmblüter nur schwach wirkt. Bei Reptilien z. B. ist die Giftwirkung wesentlich stärker.

Das Vogelspinnengift besteht aus verschiedenen Polypeptiden und wirkt wahrscheinlich neurotoxisch. Die Erfahrungen haben gezeigt, dass asiatische und afrikanische Vogelspinnenarten „giftiger“ sind als neuweltliche Arten (Amerika). So ist bekannt, dass Bisse von Poecilotheria spec. oder Pterinochilus spec. zu starken Hautrötungen und auch zu Lähmungserscheinungen führen können.

Das Copyright für veröffentlichte, vom Autor selbst erstellte Objekte bleibt allein beim Autor der Seiten. Eine Vervielfältigung oder Verwendung solcher Bilder, Grafiken, Tondokumente, Videosequenzen und Texte oder HTML-Codes in anderen elektronischen oder gedruckten Publikationen ist ohne ausdrückliche Zustimmung des Autors nicht gestattet.

Copyright Elvira © 2009. All Rights Reserved.

Copyright zur Verfügung gestellter Texte und Bilder von:

 

 ©Elvira Pecher

 ©Matthias Köhler

 ©Yvonne Bäumchen

 ©Stefan Feiler

 

Seite online seit Mai 2009

 

Ich Versuche die Seite immer auf den neuesten Stand zuhalten.  Fehlende Informationen, Bilder, werden stetig vervollständigt.

Anregungen und Infos werden gerne entgegen genommen.